Wie in vielen anderen westlichen Industrienationen treten auch in Deutschland jährlich tausende Darmkrebs-Neuerkrankungen auf. Wie brisant dieses Thema ist, beweist, dass jeder Dritte jenseits des sechzigsten Lebensjahrzehnts an Darmkrebs erkrankt. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, liegen die Chancen für eine Heilung nicht sehr hoch, fast die Hälfte aller Erkrankten stirbt an diesem bösartigen Tumor. Wird der Darmkrebs jedoch in einem frühzeitigen Stadium erkannt, sind die Behandlungserfolge sehr groß, oft ist sogar eine vollständige Heilung möglich.
Doch um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, sind Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen notwendig, die vielfach von den Patienten aufgrund unangenehmer Nebenwirkungen abgelehnt werden. Dies betrifft vorwiegend die Darmspiegelung oder Koloskopie, die jedoch eine ausgezeichnete Methode ist, um Anzeichen einer Darmkrebserkrankung im Frühstadium nachzuweisen. Zu den herkömmlichen Untersuchungsmethoden zählt auch die Stuhlprobe, die auf okkultes Blut hin untersucht wird, hierbei ist aber keine so hohe Garantie auf Feststellung der Erkrankung wie bei der Darmspiegelung gegeben.
Zu den beiden Verfahren gesellt sich seit kurzem eine weitere Methode zur Darmkrebsvorsorge, die eine hohe Treffsicherheit verspricht und dass bei minimaler Belastung der untersuchten Person. Nur eine Stuhlprobe ist notwendig, diese wird auf Enzyme untersucht, die für eine Tumorbildung charakteristisch sind. Die Sicherheit dieses Enzymtests ist sehr hoch, einziger Wermutstropfen ist, dass die Krankenkassen bislang noch nicht die Untersuchungskosten übernehmen und der Patient somit für diese Krebsvorsorge in die eigene Tasche greifen muss. Zu der als unangenehm empfundenen Darmspiegelung und der herkömmlichen, eher unsicheren Blutstuhluntersuchung stellt der Enzymtest eine ausgezeichnete Alternative dar. Bleibt zu hoffen, dass die Krankenkassen in Zukunft die Testkosten übernehmen, um möglichst vielen Menschen diese Form der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung zu ermöglichen.
Kategorie(n) Krankheiten | Datum: Donnerstag, 19. April 2007
