Als Potenzmittel werden Stoffe bezeichnet, die einer erektilen Dysfunktion des Mannes, also der sexuellen Impotenz, entgegenwirken. Nicht immer halten Potenzmittel das, was ihre Werbung verspricht, manche können sogar eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Es ist also wichtig, sich auch bei diesem Thema, gut zu informieren.
Man unterscheidet bei den auf dem Markt befindlichen Potenzmitteln zwischen Konditionierern, die die Bedingungen für eine Erektion verbessern, und den Initiatoren, die eine erektionsauslösende Wirkung haben. Außerdem gibt es noch andere Methoden, der erektilen Dysfunktion entgegen zu wirken, wie beispielsweise Vakuum-Erektionshilfen, chirurgische Eingriffe, Schwellkörperinjektionen, Beckenbodentraining oder auch psychotherapeutischer Hilfe.
Um bei Erektionsproblemen gezielt Abhilfe schaffen zu können, muss man zunächst herausfinden, was der Grund dafür ist. Neben stressbedingten Gründen, gibt es eine ganze Reihe körperlicher Gründe, die zu Impotenz führen können. Die körperlichen Ursachen, die am häufigsten zu einer erektilen Dysfunktion führen, sind Arterienverkalkung, Hormonmangel, Folgen der Zuckerkrankheit und defekte Schwellkörper. Potenzprobleme können auch selbstverschuldet sein, zum Beispiel als Folge von Alkohol- und Zigarettenkonsum. Aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten können zu Impotenz führen. Man sollte daher immer zuerst dem Auslöser der Potenzprobleme auf den Grund gehen, unter Umständen ist dann der Einsatz von potenzsteigernden Mitteln nicht mehr nötig.
Falls doch, so wirkt man meistens einer zu geringen Füllung des Penis mit Blut entgegen. So wirken so genannte PDE-5-Hemmer, die das Enzym Phosphodiesterase-5 hemmen, über die Weitstellung der Blutgefäße positiv auf die Füllung und damit die Erektion des Penis. Diese Potenzmittel sind jedoch zu Recht rezeptpflichtig, da sie starke Nebenwirkungen haben können, wie Sehstörungen, Kopfschmerzen und gefährlichem Blutdruckabfall.
Als natürlichere Alternative zu den PDE-5-Hemmern bietet sich die Einnahme der Aminosäure Arginin an, die ebenfalls zu einer Weitstellung der Blutgefäße führt. Doch auch hier kann eine Überdosierung die Gesundheit gefährden und daher sollte auch Arginin mit Bedacht eingesetzt werden.
Weitere natürliche Potenzmittel sind die Maca-Wurzel, die durch Steigerung des Lebensgefühls und der Entspannung positive Auswirkungen auf das Liebesleben hat, die Rinde des Yohimbe-Baums, deren Wirkstoff Yohimbin zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt und grüner Hafer, der durch die Freisetzung des Hormons Testosteron im Körper die Potenz fördert.
Mit Vorsicht zu genießen ist Cantharidin, ein Wirkstoff der in der so genannten Spanischen Fliege zu finden ist, einer Käferart die zur Gattung der Canthariden, der Ölkäfer, zählt und früher häufig als potenzförderndes Mittel Einsatz fand. Cantharidin ist ein starkes Reizgift, das auf der Haut zu Nekrosen und der Bildung von Blasen führt, und früher für Hinrichtungen und Meuchelmorde verwendet wurde. Bei Überdosierung kann es zu Schädigungen des Zentralnervensystems kommen, sowie zum Tod durch Kreislaufkollaps sowie Leber- und Nierenversagen führen.
Weitaus harmloser ist dagegen die Verwendung von Ginseng als Potenzmittel. Ginseng enthält Ginsenoide als Hauptwirkstoffe, die zur Klasse der Saponine gezählt werden und regulierend auf die Produktion von Sexualhormonen einwirken und gleichzeitig die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmen. Außerdem fördert Ginseng die Ausschüttung von Neurotransmittern im Gehirn, was dazu führt, daß man leichter auf Reize reagiert, eben auch auf positive sexuelle Reize.
Es gibt also viele Methoden, einer erektilen Dysfunktion entgegen zu wirken, man muss nicht immer zur chemischen Keule greifen. Wichtig ist sich beraten zu lassen, herauszufinden, was der individuelle Grund für die Potenzstörung ist und dann gezielt Abhilfe zu schaffen.
Kategorie(n) Alternative Medizin | Datum: Mittwoch, 02. Juli 2008
