Die Pilzerkrankung betrifft Zehen- und Fußnägel. Spross- oder Fadenpilze dringen in die Nagelschicht ein und zerstören sie strukturell. Anfällig sind vor allem Menschen mit schlechtem Immunsystem. Patienten, die unter Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und Nagelekzemen leiden, sind ebenfalls stark prädestiniert infiziert zu werden. Feuchtes Milieu begünstigt eine Infektion mit Nagelpilz (auch Nagelmykose oder Onychomykose). Daher finden sich der Erreger gehäuft in Schwimmbädern und Saunen. Zehennägel, die in Socken und Schuhen verpackt, sich in einem feucht-warmen Klima befinden, sind daher häufiger von Nagelpilz betroffen.
Ein erkrankter Nagel zeichnet sich durch Glanzlosigkeit aus. Weiterhin tauchen weiße oder gelbliche Verfärbungen auf. Auch gelbe, weiße, oder grau-braune Flecken auf den Nägeln sind Symptome einer Nagelpilz-Infektion. Verdickungen der Nagelplatte treten ebenfalls bei einer Erkrankung auf. Finden sich diese Symptome an einem Nagel, sollten Betroffene umgehend einen Hautarzt aufsuchen. Dieser nimmt eine Probe des veränderten Nagels, indem er Hornteile abschabt.
Drei Wochen später steht fest ob, und wenn ja, welcher Nagelpilz sich in die Hornschichten des Nagels gegraben hat. Danach folgt eine gezielte Behandlung des Nagelpilzes mit Medikamenten und medizinischen Nagellacken. Die Medikamente bekämpfen die Infektion über die Blutbahn, die Lacke von außen, indem sie in den Nagel eindringen und den Pilz zum Absterben bringen. Die Behandlung dauert 6 Monate bis zu einem ganzen Jahr, da Finger- und Zehennägel nur sehr langsam wachsen. Daher ist Geduld eine der wichtigsten Grundsäulen der Behandlung. Wird ein infizierter Nagel nicht ausreichend behandelt kann es zur vollständigen Zerstörung der Nagelplatte kommen bis hin zum Ausfallen.
Kategorie(n) Medizin | Datum: Dienstag, 30. Januar 2007
