Das massive Blockhaus aus Rundstämmen (siehe auch Rundstammhaus) ist ein überwiegend als Wohnhaus genutztes Holzhaus, welches auch Blockhütte genannt wird und seine Popularität unzähligen Verfilmungen des sogenannten Wilden Westens des Neunzehnten Jahrhunderts verdankt.
Die Besonderheit dieser Wohnstätten liegt darin, dass Holzbalken, die aus geschlagenen Baumstämmen bestehen können, aber auch teilweise aus der werks- oder industriellen Fertigung der Holzhaus-Anbieter mit Standardmaßen als Blockbohlen zu beziehen sind, schichtweise aufeinander gelegt werden.
Die Verwendung der Bohlen kann wegen der gleichförmigen Beschaffenheit im Baukastenprinzip erfolgen, die Verarbeitung gehauener und überwiegend nur mit einem Messer geschälter Baumstämme stellt allerdings dann schon etwas mehr Herausforderungen an die handwerklichen Geschicke des Zimmermannes.
Der Blockhausbau bedient sich verschiedener Konstruktionen und technischer Ausprägungen, welche sich in der Vorbereitung des Baumaterials, in der handwerklichen Verarbeitung der Ecken und der Innenraumgestaltung unterscheiden können.
Da die Stämme beim massiven Blockhaus aufeinander liegen, ist eine Bearbeitung erforderlich, bei der die Oberflächen aufeinander angepasst werden. Dieses Verfahren, welches "Parallelanriss" genannt wird und dann Verwendung findet, wenn naturbelassenes Holz als Baustoff genutzt wird, bedarf eines zirkelähnlichen Werkzeuges, welches idealerweise mit einer Wasserwaage kombiniert erhältlich ist, damit eine senkrechte Führung, vorgenommen beim Anreissen des Holzes, gewährleistet ist. Die Passgenauigkeit der Stämme ist aber dann verzichtbar, wenn geeignetes teilweise aus künstlichen Stoffen bestehendes Dichtmaterial verwendet wird, welches die gewünschte Wärmedämmung und Isolation gewährleistet.
Besondere Bedeutung kommt den Eckverbindungen der Blockhäuser zu, die auch maßgeblich zur Stabilität des Blockhauses beitragen. Die Eckverbindungen werden durch verschieden angebrachte Kerben gesichert, die sich dergestalt auswirken, dass sich die Stämme verkeilen. Beim Anbringen der Kerben, für die es verschiedene Methoden gibt, sollte beachtet werden, dass Witterungseinflüsse wie Regen und Schnee nicht eindringen und keine Schädigung hervorrufen können.
Kategorie(n) Hausbau | Datum: Sonntag, 21. Januar 2007
