Ab dem 1.7.2008 wird es den Energiepass geben, der Hausbesitzer verpflichtet die Energieeffizienz ihres Wohngebäudes nachzuweisen. Ein solcher Energieausweis ist ein verpflichtendes Zertifikat, welches belegt, wie dieses Gebäude energetisch einzustufen ist. Dabei wird der primäre Energiebedarf errechnet, der sich auch dadurch zusammen setzt, wie das Gebäude beschaffen ist. Ist eine ausreichende Wärmedämmung vorhanden? Ist die Heizungstechnik auf dem neusten Stand? Im Energiepass wird der Verbraucher auch Ratschläge für Sanierungsarbeiten erhalten und Einsparpotentiale aufgezeigt bekommen. Nichtwohngebäude unterliegen anderen Richtlinien, benötigen jedoch auch demnächst einen Energiepass.
Der Energieausweis, auch Gebäudepass oder Energiepass genannt, wurde von der Deutschen Energie-Agentur (dena) entwickelt und wurde bis 2004 an über 4000 Gebäuden getestet. Energiepässe, wie diese von der Initiative Deutschland, die seit 1989 besteht, werden auch künftig noch Gültigkeit haben, sofern sie den Anforderungen der Energiesparverordnung (EnEV 2007) genügen.
Zwar ist es ab dem 1.7.2008 Pflicht, einen Energieausweis ausstellen zu lassen, doch gibt es eine Übergangsfrist bis zum 1.10.2008. Verschiedene Berufsgruppen sind ermächtigt diesen Energiepass auszustellen. Darunter zählen Energieberater, Bauingeneure, Gebäudetechniker und Innenarchitekten. Eine Berufserfahrung wird jedoch vorausgesetzt.
Das Ausstellen eines Energiepasses wird für ein Einfamilienhaus etwa 150 Euro kosten. Für Mehrfamilienhäuser ab 200 Euro. Je nach Wohnungsanzahl kann sich der Preis entsprechend erhöhen.
Kategorie(n) Hausbau | Datum: Montag, 14. Januar 2008
