Besondere Eigenschaften des Materials lassen den Bambus immer häufiger Verwendung finden, obwohl die bundesdeutsche Nachfrage zu dem aus dem fernen Osten kommende Holz in den nächsten Jahren noch stärkere Ausprägung erfahren wird.
Bambusparkett braucht den Vergleich mit anderen üblichen Holzarten nicht zu scheuen, da es eine enorme Formbeständigkeit und Oberflächenhärte selbst dann aufweist, wenn Wasser einwirkt und bei anderen Hölzern schon lange Aufschwemmungen verursacht hat.
Bambusparkett (franz. parquet de bambou) wird analog der bekannten Parkett-Techniken verlegt. Parkett besteht aus kleinen gesägtem Holzmaterial, welches verklebt, ineinander gesteckt oder vernagelt zu einer nach einer Musterordnung entstehenden Nutzungsfläche reift.
Für die Verwendung von Bambus als Fertigungsmaterial für das Parkett können auch ökologische Gründe von Bedeutung sein. Bambus gehört nämlich zu den Baumaterialien, die unter staatlicher Kontrolle gepflanzt und geerntet werden und wachstumsintensiv Ressourcen des Tropenwaldes schont.
Bambus wächst als Gras sehr schnell, in bestimmten Zyklen können mehr als 100 Zentimeter an einem Tag wachsen, so eine Pflanze bereits nach wenigen Monaten als ausgewachsen gilt. Jetzt beginnt der für die Nutzung als Holzressource entscheidende Prozess, die über mehrere Jahre andauernde Verholzung des Bambusrohres. Das Holz wird nach etwa 5 Jahren geschlagen, vertikal aufgesägt und besäumt. Anschließend erfolgt eine Verleimung der kleinen Holzstücke zu einem normal dimensionierten Parkettstab, was unter extremen Druck stattfindet.
Das Verlegen von Bambus-Parkett ist analog der anderen Hölzer möglich, erweitert findet Bambus aber wegen seiner Wasserbeständigkeit und Stabilität auch in Nassbereichen Verwendung.
Bambus muss, damit seine ganze natürliche Schönheit zutage kommt, mehrfach abgeschliffen, geölt bzw. lackiert werden. Seine wunderschöne Maserung ist ein auffällig anders und Blickfang in jedem Wohnraum.
Kategorie(n) Baumarkt | Datum: Donnerstag, 11. Oktober 2007
